 »...das Resultat unermesslichen Fleißes und den Triumph der Prosa in der Malerei« J. G. Schadow, ein Zeitgenosse Lisiweskis Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, 1762 © Alle Rechte vorbehalten.Albert von Anhalt-Dessau, 1760 © Alle Rechte vorbehalten.
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Ausstellung im Schloss MosigkauTeure KöpfeLisiewsky - Hofmaler in Anhalt und MecklenburgChristoph Friedrich Reinhold Lisiewsky (1725-1794) zählt zu den bedeutendsten Porträtmalern des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Als „das Resultat unermesslichen Fleißes und den Triumph der Prosa in der Malerei” bezeichnete sein berühmter Zeitgenosse, der Bildhauer J. G. Schadow, das Werk Lisiewskys. Ob Schadow mit seinem wohl ironisch gemeinten Urteil die künstlerische Leistung richtig einzuschätzen wusste, sei dahin gestellt. In der gemeinsamen Ausstellung der Kulturstiftung DessauWörlitz und dem Staatlichem Museum Schwerin werden erstmals die herausragenden Malqualitäten des Künstlers gewürdigt.
Lisiewsky überzeugt aus heutiger Sicht mit seiner neuartigen, ganz eigenständigen Darstellungsweise auch im Vergleich mit anderen großen Bildnismalern des 18. Jahrhunderts – wie Antoine Pesne zuvor und Anton Graff nach ihm. Seine Porträtauffassung löste sich allmählich von den barocken Stereotypen der Inszenierung und Idealisierung. Durch seinen realistischen, teils naturalistischen Vortrag praktizierte Lisiewsky frühzeitig den Übergang zum Klassizismus. Seine von Porträtierten beschriebene, sorgfältige und aufwendige Arbeitsweise, die brillant ausgearbeitete Stofflichkeit und die genaue Wiedergabe der charakteristischen Physiognomie, Körpervolumina und -haltung, führen zu einer nahezu greifbaren Präsenz des Dargestellten.
Lisiewsky entstammte einer polnischen Malerfamilie, die mehrere angesehene Mitglieder hervorgebracht hat. Von 1752 bis 1772 war der Künstler als Hofmaler in Dessau tätig. In dieser Zeit führte er auch Bildnisaufträge für einen bürgerlichen Kundenkreis wie Kaufleute, Universitätsprofessoren und Theologen in Berlin und Leipzig aus. 1778 wurde der Porträtmaler an das mecklenburgische Fürstenhaus nach Ludwigslust berufen, wo er 18 Jahre bis zu seinem Tod wirkte.
Umfangreiches Begleitprogramm
Führungen durch die Ausstellung werden am 5./12./19./26. September & 10./17./24./31. Oktober, jeweils sonntags um 11:00 Uhr angeboten.
Sonderführungen zu speziellen Themen, finden jeweils mittwochs statt:
1. September, 17:30 Uhr und 20. Oktober, 16:30 Uhr
"Triumph der Prosa in der Malerei – Die besondere Porträtauffassung von Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky" mit Dr. Wolfgang Savelsberg
8. September und 22. Oktober, jeweils 16:30 Uhr
"Große Porträtmaler des 18. Jahrhunderts in Mitteldeutschland von Silvestre bis Tischbein" mit Reinhard Melzer
22. September, 16:30 Uhr
"Die Malerfamilie Lisiewsky" mit Dr. Ingo Pfeifer
6. Oktober und 27. Oktober, jeweils 16:30 Uhr
"Perlen, Bänder, Pompadours – Modische Kostbarkeiten von der Hand des Malers Christoph Friedrich Reinhold Lisiewsky" mit Kristina Schlansky
 | Informationen |
Ausstellungszeitraum
29. August bis 31. Oktober 2010
Öffnungszeiten
August/September: Di bis So: 10:00 bis 18:00 Uhr
Oktober: Di bis So, Feiertage: 10:00 bis 18:00 Uhr
Ausstellungsort
Schloss Mosigkau, Knobelsdorffallee 2/3, 06847 Dessau-Roßlau
Eintrittspreis
6,00 €
Die Ausstellung wird unterstütztIhr Ansprechpartner Dr. Wolfgang Savelsberg Kulturstiftung DessauWörlitz Schloss Großkühnau 06846 Dessau-Roßlau  +49(0)340 / 64615-35 savelsberg@ksdw.deReich bebilderter Ausstellungskatalog
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