16. Juli bis 9. August 2026
Do–So 11–16 Uhr
Eintritt frei
250 Jahre ist es her, dass der junge Goethe 1776 zum ersten Mal seinen Fuß in die Gärten des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau setzte. Die Ausstellung „…unendlich schön… 250 Jahre Goethe im Gartenreich“ erkundet, was der Dichter dort hinterlassen hat.
Begonnen hat Goethes Beziehung zum Gartenreich mit einer Winterreise im Gefolge des Weimarer Herzogs Carl August und entwickelte sich im Laufe von insgesamt sieben Aufenthalten zu einer über Jahrzehnte währenden Verbindung. Im Mai 1778 verfasste Goethe dann die legendären, in einem Brief an Charlotte von Stein notierten Zeilen: „Hier ist's jetzt unendlich schön...“. Mit diesen Worten wurde er, ob gewollt oder nicht, zu einem viel zitierter Botschafter des Gartenreiches.
Nun haben sich die Anhaltische Goethe-Gesellschaft, die Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches und die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz dieses kleine aber signifikante Jubiläum zum Anlass genommen, gemeinsam eine Kabinettausstellung im Historischen Gasthof "Zum Eichenkranz" zu kuratieren, die anhand verschiedener Kunstwerke, Gegenstände und Dokumente skizziert, welche Spuren Johann Wolfgang von Goethe bei seinen Besuchen hinterlassen hat. Ein besonderes Exponat, auf das sich Besucherinnen und Besucher freuen können ist das erstmals im Gartenreich präsentierte Faksimile des berühmten Briefes Goethes an Charlotte von Stein samt des Zitats: „Hier ists iezt unendlich schön…“.
Die Ausstellung beleuchtet in sechs Themenbereichen vielfältige Facetten der mitunter auch von Distanz und Kritik geprägten Beziehungen Goethes zum Gartenreich, zu Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau sowie den kulturellen Austausch zwischen Dessau-Wörlitz und Weimar. Der umfangreiche Wissens- und Kulturtransfer zwischen den Städten und ein gemeinsames, an der klassischen Antike geschultes Kunstverständnis kommen dabei ebenso zur Sprache wie Einflüsse des Wörlitzers Landschaftsgartens auf literarische Werke Goethes. Das berühmteste Beispiel sind hier zweifelsohne „Die Wahlverwandtschaften“. Auch wird die spätere Goethe-Rezeption im Gartenreich thematisiert.

