Wörlitz Ausgangspunkt für eine Landschaftsverschönerung

Schlösser & Gärten
Gartenreich

Öffnungszeiten

Der Park ist ganzjährig geöffnet. Eingeschränkter Winterdienst

Eintrittspreise

Der Park ist frei zugänglich.

Kontakt

Schloss Wörlitz
Landschaftspark Wörlitz, Kirchgasse
06785 Oranienbaum-Wörlitz / OT Wörlitz

T: +49 (0)34905.4090
F: +49 (0)34905.40930

» schloss-woerlitz@gartenreich.de

Ausgangspunkt für eine Landschaftsverschönerung Wörlitz

1765 wagt der England-Enthusiast Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau den ersten Schritt, um in Wörlitz einen weitläufigen Park nach englischem Muster anzulegen. Nur vier Jahre später entsteht hier mit dem Schloss Wörlitz der Gründungsbau des deutschen Klassizismus. Damit ist der Fürst – und spätere Herzog – Franz seiner Zeit weit voraus!

Der Landschaftspark mit seinen klassizistischen und neugotischen Bauten bildet den Auftakt und den ästhetischen Höhepunkt eines einmaligen Programms zur Landesverschönerung und Lebensverbesserung, das der Fürst und spätere Herzog Franz in seinem Ländchen erreichen wollte. Er gilt als Inbegriff der Aufklärung in Deutschland. Im Laufe der Zeit ist er zu einem Pilgerziel für Besucher und zum Vorbild für viele weitere Parkanlagen geworden. Dank der Restaurierungsarbeiten hat er bis heute nichts von seiner Schönheit und Anziehungskraft eingebüßt.

Mit den landschaftlichen Veränderungen am Wörlitzer See wurde 1765 begonnen, kurz nachdem die Reisegesellschaft um den Fürsten Franz von einer ersten Englandreise zurückgekehrt war. Vom bereits vorhandenen Schlossgarten ausgehend entwickelten der Fürst, sein Freund und Berater von Erdmannsdorff sowie die beteiligten Gärtner Neumark, Eyserbeck und Schoch in einem Zeitraum von 35 Jahren den ersten bedeutenden Landschaftsgarten auf dem europäischen Kontinent. Die Gestaltungen folgten dem Leitspruch, das „Nützliche mit dem Angenehmen“ zu verbinden. Dies wird u. a. darin sichtbar, dass die Gärten auch für Obstanbau, Landwirtschaft und Viehzucht genutzt wurden.


Vorbildhaft ist auch die mit der Gestaltung verbundene Bildungsabsicht – Hauptgrund dafür, die Anlagen von Beginn an für jedermann zu öffnen. Gartenbilder und Architekturen, darunter ein Brückenbauprogramm, laden bis heute zu einer Welt- und Zeitreise en miniature ein. So wird mit den 17 schönen Wasserquerungen beispielsweise die Geschichte der Ingenieurskunst erzählt. Und die künstliche Insel Stein vermittelte schon den Zeitgenossen des Herzogs Franz eine Vorstellung von der Gegend um Neapel!

Insgesamt fünf Gartenteile korrespondieren durch ein wohldurchdachtes System von Sichtbeziehungen, Wegen und Kanälen miteinander. Zahlreiche Bauwerke, Plastiken und Gehölzpflanzungen bilden Ausgangs- und Endpunkte dieser Sichtbeziehungen, die weit in die Landschaft hinausgehen.


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