Schloss Wörlitz Meisterwerk des Klassizismus

Das Gartenreich
Dessau-Wörlitz

Öffnungszeiten

Frühlingserwachen bis 30. April
Di–So, Feiertage 11:00–17:00 Uhr

01. Mai bis 30. September
Di–So, Feiertage 10:00–18:00 Uhr

01. Oktober bis Sonntag nach Reformationstag
Di–So, Feiertage 11:00–17:00 Uhr

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Voranmeldung zu gesonderten Konditionen möglich.

Eintrittspreise

Das Schloss kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Erdgeschoss

Vollpreis:
7,50 € (ca. 1 h)

Gruppen ab 15 Personen, Studierende bis 25 Jahre, Azubis, Arbeitslose, Schwerbehinderte (Begleitperson frei):
6,50 €

Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen:
Eintritt frei

Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit max. 3 Begleitpersonen:
1,50 €
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Erd- und Obergeschoss oder Belvedere mit Georg-Forster-Ausstellung

Vollpreis:
12,00 € (ca. 1,5h)

Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen:
Eintritt frei

Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit max. 3 Begleitpersonen:
1,50 €
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Georg-Forster-Ausstellung

Vollpreis:
6,00 €

Gruppen ab 15 Personen, Studierende bis 25 Jahre, Azubis, Arbeitslose, Schwerbehinderte (Begleitperson frei):
5,00 €

Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen:
Eintritt frei

Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit max. 3 Begleitpersonen:
1,50 €

Kontakt

Schloss Wörlitz
D-06785 Oranienbaum-Wörlitz / OT Wörlitz

T: +49 (0)34905.4090
F: +49 (0)34905.40930

» schloss-woerlitz@gartenreich.de

Meisterwerk des Klassizismus Schloss Wörlitz

Inmitten des Schlossgartens befindet sich eines der berühmtesten Bauwerke der deutschen Baugeschichte. Das Schloss wurde für Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und seit 1807 Herzog, von Anhalt-Dessau (1740–1817) nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff (1736–1800) errichtet. Von 1769 bis 1773 entstand der Sommersitz nach dem Vorbild englischer Landhäuser. Als »Musterhaus« für den neuen Stil gedacht, war es von Anfang an öffentlich zu besichtigen. Aber warum erstaunte dieses Schloss die Zeitgenossen so sehr, dass es in ganz Berlin keinen anderen Gesprächsstoff mehr gab?

Schon vor 200 Jahren war dieses neuartige Haus nicht nur sehenswert, sondern überzeugte zudem durch seine Moderne und Funktionalität. Das schlichte Schloss, das eher wie eine Fabrikantenvilla anmutet, war damals derart revolutionär, dass es heute noch in jedem Band über deutsche Baugeschichte abgebildet ist. Es handelt sich um das Erstlingsbauwerk des deutschen Klassizismus.

Seine reiche Innenausstattung, die fast vollständig erhalten ist, spiegelt die Geisteshaltung, die Reisen und die Interessen seines Bauherren programmatisch wider. Hier finden sich antike Plastiken, italienische und niederländische Gemälde (u. a. Rubens) und englische Keramiken der berühmten Manufaktur von Josiah Wedgwood. Erdmannsdorff ließ zahlreiche Räume mit feinen Wandmalereien und Stuckaturen verzieren. Gestützt hatte er sich dabei auf die gerade bekannt gewordenen Ergebnisse der Ausgrabungen in den antiken Städten Pompeji und Herculaneum. Gemeinsam mit dem Fürsten hatte er sie während der Grand Tour besichtigt. Der hoch entwickelte Geschmack des Fürsten spiegelt sich zudem in den speziell für das Haus entworfenen Möbeln wider. Auch ein Ensemble aus der berühmten Möbelwerkstatt von Abraham und David Roentgen zählt dazu. In den letzten Jahren wurde es von Grund auf instandgesetzt.


Die Räume und ihr Interieur, darunter der Palmensaal mit seiner nachempfundenen Granatapfelhecke, versetzen den Betrachter in Staunen. Im Jahr 2017 werden erstmals wieder alle Etagen des Hauses nach jahrzehntelangen Restaurierungsarbeiten wieder für Besucher zu besichtigen sein.