Luisium Ein privates Refugium für die Fürstin

Schlösser & Gärten
Gartenreich

Öffnungszeiten

Frühlingserwachen bis 30. April
Sa, So, Feiertage 10:00–17:00 Uhr

01. Mai bis 30. September
Di–So, Feiertage 10:00–17:00 Uhr

01. Oktober bis Sonntag nach Reformationstag
Sa, So, Feiertage 10:00–17:00 Uhr

Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Voranmeldung zu gesonderten Konditionen möglich.

Eintrittspreise

Vollpreis:
7,50 €

Gruppen ab 15 Personen, Studierende bis 25 Jahre, Azubis, Arbeitslose, Schwerbehinerte (Begleitperson frei):
6,50 €

Kinder bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen:
Eintritt frei

Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit max. 3 Begleitpersonen:
1,50 €

Park ganzjährig geöffnet

Kontakt

Schloss Luisium
D-06844 Dessau-Roßlau / OT Waldersee

T: +49 (0)340.218370
F: +49 (0)340.2183721

» schloss-luisium@gartenreich.de

Ein privates Refugium für die Fürstin Luisium

Der klassizistische Landsitz der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau erscheint heute als die idyllischste der zwischen Dessau und Wörlitz gelegenen Anlagen. Die kleinen Räume und Kabinette des bezaubernden Landhauses mit ihren feinen Stuckdekorationen und Wandgemälden sind weitgehend original ausgestattet. Text fehlt

Fürst Franz von Anhalt-Dessau ließ das kleine Landhaus »Luisium« durch Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff 1774 bis 1778 für seine Gattin Louise als privaten Wohnsitz erbauen. Nach ihr erhielten Garten und Haus im Jahre 1780 den Namen.

Der kubische Baukörper mit bekrönendem Belvedere ist ein typisches Beispiel Erdmannsdorffscher Architektur. Der harmonischen Gestaltung des Äußeren entsprechen die auf ihre Wohnfunktion reduzierten kleinen Zimmer im Inneren. Vor allem die Räume im ersten Obergeschoss sind mit anmutiger klassizistischer Malerei und Stuckatur verziert. Die Dekorationen zeigen Einflüsse pompejanischer Wandmalereien. Das Erdgeschoss enthält einen prachtvoll ausgestatteten Festsaal, dessen Deckenmalerei das Haus als »Tempel der weiblichen Tugenden« kennzeichnet.

Das Bauwerk ist von einem englischen Landschaftsgarten (14 ha) umgeben. Hier befinden sich eine Reihe neugotischer und klassizistischer Gartenarchitekturen wie das »Schlangenhaus«, die Orangerie, die Torhäuser und der Ruinenbogen, die mit großer Einfühlung in die zauberhafte Auenlandschaft eingebettet wurden. Der von einer Hauptallee zweigeteilte Garten enthält einen wirtschaftlich genutzten Teil, in dem Obst- und Gemüseanbau betrieben wurde.


In Sichtbeziehung zum engeren Gartenbereich entstand ab 1779-1781 ein neugotisches Gestüt, welches die umliegenden, von langen Alleen durchzogenen Wiesen- und Auenflächen (35,6 ha.) in Form einer »ornamented farm« nutzt. Zum Landschaftsbild gehört eine gemischte Viehherde, die bis heute gehalten wird und einen arkadischen Eindruck vermittelt.

Eine vom Haus ausgehende Sichtachse trifft auf die mit einem markanten Obelisken bekrönte Walderseer Kirche, in deren Turm sich die Grablege des Fürstenpaares befindet.