Das Gartenreich Dessau-Wörlitz entstand im Zuge der vom Geist der Aufklärung getragenen Reformen des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau
(1740–1817). Schlösser, Landhäuser, Kirchen, Wallwachhäuser und vielfältige Gartenarchitekturen sowie die reich ausgestalteten und weitgehend erhaltenen Gärten
und Parks vor allem der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und auch des Barock sind in die Auenlandschaften an Elbe und Mulde eingeflochten.
Ein Souvenir ist weitaus mehr als ein dekorativer Gegenstand. Es ist eine Verbindung zu unvergesslichen Erlebnissen und einem Ort, den man entdeckt und lieben gelernt hat.
»Hier ists iezt unendlich schön. Mich hats gestern Abend wie wir durch die Seen Canäle und Wäldgen schlichen sehr gerührt wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben einen Traum um sich herum zu schaffen…«.
Brief Goethes an Charlotte von Stein (1778)
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist mit seiner einmaligen Dichte von Denkmalen ein Ausdruck der aufgeklärten Denkweise des Dessauer Fürstenhofes. Die Landschaft wurde zum »Weltbild« ihrer Zeit.
Seit dem Jahr 2000 gehört das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Begründung des UNESCO-Welterbekomitees: »Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet.«
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist großflächig mit dem Biosphärenreservat verflochten. Das MAB (Men and the Biosphere)- und Weltkulturerbeprogramm der UNESCO ergänzen sich hier auf 143 Quadratkilometer in einmaliger Weise. Dies zeigt auch eine Kooperation zwischen der Verwaltung des Biosphärenreservates und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz.
Seit dem 6. Mai 2018 ist im Schloss Wörlitz die erste Dauerausstellung der Bundesrepublik Deutschland für Georg Forster eröffnet. Er war Mitbegründer der ersten deutschen Republik, Weltreisender an der Seite von Captain Cook, Pionier der deutschen Reiseliteratur und Stifter der berühmten Wörlitzer Südsee-Sammlung. Als Auftakt zum Wörlitzer Georg-Forster-Jahr 2018/2019 ist die Ausstellung für Besucherinnen und Besucher im Rahmen von Führungen im Schloss Wörlitz zu besichtigen.
Veranstaltet von der Dessau-Wörlitz-Kommission, der Alexander von Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
„Hier ist’s iezt unendlich schön.“ Schon Goethe ließ sich von der Weite des Gartenreichs, den verschlungenen Wegen, den schier endlosen Blickachsen und den spannenden Architekturen verzaubern. Anders als die Schlösser und Sammlungen lassen sich die Parks und Gärten immerzu erkunden - auch jetzt! Sie sind lebendige Kunstwerke, die sich das gesamte Jahr in verschiedenen Gewändern präsentieren: Natur- wie Kunstliebhaber*innen kommen hier auf ihre Kosten.