Das Gartenreich
Dessau-Wörlitz

Veranstalter*innen

Dessau-Wörlitz-Kommission
(angesiedelt bei der
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg)

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

Zeitraum

9. bis 11. September 2021

Veranstaltungsort

Historischer Gasthof
"Zum Eichenkranz"
Angergasse 104
D-06785 Oranienbaum-Wörlitz / OT Wörlitz

Kontakt

Dessau-Wörlitz-Kommission
c/o Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)
Dr. Andrea Thiele
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Franckeplatz 1, Haus 54
D-06110 Halle (Saale)

T: +49 (0)345.5521772

Vom 9. bis 11. September 2021 findet im historischen Gasthof „Zum Eichenkranz“ in Wörlitz eine internationale wissenschaftliche Konferenz unter dem Titel „Über Gärten im Gespräch. Wechselwirkungen zwischen Landschaftsgärten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts in Mittel- und Ostmitteleuropa / Rozmowa poprzez język ogrodów: Ogrody krajobrazowe z XVIII. i początku XIX w. w Europie Środkowej i Wschodniej - wzajemne oddziaływania“ statt.

Die Dessau-Wörlitz-Kommission widmet ihre diesjährige Jahrestagung, die sie in Kooperation mit der Kulturstiftung Dessau Wörlitz und der Pückler Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung historischer Gärten e. V. durchführt, der Geschichte des Landschaftsgartens in seiner grenzüberschreitenden Dimension.

Zahlreiche große Landschaftsgärten auf dem Gebiet des damaligen Polen, heute teilweise in der Ukraine gelegen, sind in ihrer Entstehung und Gestaltung vielfach von modernen herrschaftlichen Gartenanlagen in England, Frankreich, aber auch Rußland und Deutschland angeregt worden. Hochadlige Gartenreisende, die wie die Fürstin Czartoryska – Autorin eines der wichtigsten Gartenbücher und Gestalterin der Gartenanlage von Pulawy – auch das Gartenreich Dessau-Wörlitz besucht hatten, ließen sich von den hier gesehenen landschaftsgärtnerischen Rauminszenierungen auch für ihre eigenen Gartenanlagen inspirieren. Die herrschaftlichen Gärten von Puławy, Arkadia, Wilanów, Natolin oder Łazienki im heutigen Polen oder Zofiówka (Умань), Biała Cerkiew (Бїла Цepква) und Tulczyn (Tyльчин) in der Ukraine zeigen solche Einflüsse, die auf die persönlichen Kontakte ihrer Besitzer zurückgehen und denen oft auch grenzüberschreitende, dynastische oder politische Verbindungen der betreffenden Fürsten- und Adelshäuser zugrunde lagen.

Neben genuin gartenkünstlerischen, landschaftsästhetischen oder kulturellen Fragestellungen will die Tagung auch die dynastisch-politischen und herrschaftlich-genealogischen Motive von Landschaftsgestaltungen in Polen, Rußland oder dem Alten Reich in den Blick bekommen. Die gartenkünstlerische Inszenierung der herrschaftlichen Gärten als Memoriallandschaften eines uralten angestammten Herkommens des eigenen Adelsgeschlechts oder die Ausgestaltung von neugotischen oder klassizistischen Gartenbauten und Landsitzen zu paternalisch-patriotischen oder „nationalen“ Erinnerungsorten sollen in ihrer je eigenen Semantik debattiert werden.

Auf dem internationalen Kolloquium diskutieren einschlägig ausgewiesene Kunsthistoriker*innen und Fachwissenschaftler*innen mit Gartendenkmalpfleger*innen aus verschiedenen Landschaftsgärten Polens und Deutschlands. Neben der Untersuchung historischer Bezüge und Zusammenhänge sollen auch aktuelle Fragestellungen der Gartendenkmalpflege in Polen und Deutschland erörtert werden.

Die im Rahmen der Tagung geführte Diskussion zur Erforschung und Pflege historischer Gärten soll als ein Ergebnis den Ausgangspunkt für eine längerfristige grenzüberschreitende Zusammenarbeit bilden.

Konzeption und wissenschaftliche Leitung:

PD Dr. Michael Niedermeier
Dr. Jana Kittelmann
Dr. Ingo Pfeifer
Dr. Andrea Thiele

Als Partner*innen fungieren verschiedene Einrichtungen in Deutschland und Polen: die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, das Instytut Zachodni in Poznán, die Pückler Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung historischer Gärten e. V., die Stiftung Fürst Pückler Museum Park und Schloss Branitz, die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau / Muskauer Park Mużakowski sowie die Professur für Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege in Dresden.

Die Veranstaltung findet voraussichtlich als Hybridveranstaltung statt. Die genaue Ausgestaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Polnisch. Simultanübersetzungen werden in Deutsch, Polnisch und Englisch angeboten.

Um eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten. Im Falle der Teilnahme vor Ort wird zur Deckung der Verpflegungskosten eine Tagungsgebühr erhoben, die vorab überwiesen wird.

Realisierung, Förderung und Unterstützung:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung
Dessau-Wörlitz-Kommission
Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)
Instytut Zachodni, Posen/Polen
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e. V.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Pückler Gesellschaft für die Erforschung und Erhaltung historischer Gärten e. V.
Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau / Muskauer Park Mużakowski
Professur für Geschichte der Landschaftsarchitektur und Gartendenkmalpflege, TU Dresden